Dienstag, 1. September 2015

Papers



Als ich gestern an der Universität ankam habe ich mich etwas gewundert, dass hier doch verhältnismäßig wenig los ist dafür, dass die Uni mehr als doppelt so viele Studenten hat als die Uni Freiburg. Das liegt vor allem daran, dass diese Woche noch Semesterferien sind. Das heißt leider auch, dass mein zuständiger Professor im Moment nicht immer da ist. Eigentlich sollte er heute kommen. Eigentlich. Tatsächlich weiß niemand so genau wann er kommt. Das eigentlich blöde an der Sache ist, dass er mein Betreuer ist und ich ohne ihn wirklich sehr wenig um nicht zu sagen gar nichts zu tun habe. Nach meinem Frühstück stand ich um neun im Büro und konnte habe dem Arbeitskreis dabei zu gesehen wie sie das Wlan wieder zum laufen bringen und als das dann erledigt war habe ich einfach angefangen meinen Guangzhou Post fertig zu schreiben. Gegen halb zwölf dann kam Sasa eine Doktorandin zu mir und fragt ob ich mit ihr zu Mittag essen will.

Wir sind in eine der Mensen auf dem Campus gegangen und haben etwas Reis mit zwei verschiedenen Gerichten gegessen. Das Essen war wirklich sehr gut. Alles wird frisch gekocht und ist dementsprechend nicht mit dem Mensaessen in Deutschland zu vergleichen. Lustig war, dass wir die Tochter meines Professors getroffen haben, die ebenfalls bei ihm im Arbeitskreis ist. Die hat mir eine Art Pfannkuchen mit Gemüse und Fleisch in Chiliöl geschenkt. Ein traditioneller Sichuan Snack. Der war mein Highlight. Scharf und würzig. Nach dem Essen meinte Sasa, dass es normal sei, dass man drei Stunden Mittagspause macht. Also bin ich in mein Zimmer zurück habe dort ein paar Mails geschrieben und war noch einkaufen.

Als ich dann alles in mein Zimmer geräumt hatte, bin ich zurück ins Büro und habe dort einfach angefangen ein paar Papers zu lesen. Beziehungsweise erst mal habe ich mir beigebracht wie man über die Universitätsbibliothek Papers abruft. Das ist wirklich viel einfacher als gedacht. Mit meinen neu erworbenen Fähigkeiten habe ich mir dann vier verschiedene Papers über Carbon Nanotubes respektive deren Reinigung und Funktionalisierung durchgelesen. Ich muss aber zugeben, dass ich dank meines Jetlags nicht so unglaublich viel mitgenommen habe und jedes Paper fünfmal lesen musst bis ich überhaupt irgendetwas mitgenommen habe. Als ich mich dann etwas warmgelesen hatte kam dann ein anderer Doktorand und fragte mich ob ich mit ihm zu Abend essen will. Dieses Mal waren wir in der seiner Meinung nach besten Kantine auf dem Campus in der ich Dumplings gegessen habe. Wunderbare frisch gekochte Dumplings.

Gegen Abend wollte ich dann eigentlich noch den Campus erkunden aber ich bin einfach so müde und fertig heute, dass ich seit gut zwei Stunden auf dem Bett liege und nur Musik höre. Morgen wird das besser. Da werde ich dann hoffentlich auch anfangen im Labor zu arbeiten und auch etwas mehr zu schreiben haben.

Gute Nacht euch allen,

Zeno

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